Dieses Haus ist das Gegenteil von dem, was wir im Westen als „stabil“ bezeichnen würden: lose Bretter, klapprige Stelzen, Fenster ohne Glas, eine Tür, die eher eine Idee ist als eine Barriere.
Es wirkt, als würde es beim nächsten Sturm wegfliegen – und doch steht es.
Interessant wird der Vergleich, wenn man sich fragt:
Was ist wirklich nachhaltiger?
Unser teures, überkonstruiertes Bauen mit Isolierung, Stahl und Sicherheitsvorschriften – oder diese schlichte, anpassungsfähige Lösung?

Als ich 2002 in Thailand war, ahnte niemand, dass zwei Jahre später der Tsunami kommen würde.
Viele dieser leichten Stelzenhäuser verschwanden damals einfach – aber ohne Trümmerberge, ohne bleibende Wunden in der Landschaft.
Sie waren schnell zu ersetzen, während massive Betonbauten in Ruinen zerfielen.
Die Lektion für uns: Nicht alles, was „provisorisch“ aussieht, ist schwach.
Manchmal ist Flexibilität die klügere Antwort auf unberechenbare Risiken – besonders dort, wo die Natur ohnehin das letzte Wort hat.
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Gedanke zum Mitnehmen
Stabil ist nicht, wer sich nie bewegt –
sondern wer sich bewegen kann, ohne den Halt zu verlieren.



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