Das schwebende Dorf

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Die Holzhütten schienen nicht gebaut, sondern vom Himmel herabgelassen worden zu sein – zufällig auf Stelzen im flachen Wasser gelandet.
Ihre verwitterten Planken erzählten von unzähligen Monsunen, die sie überstanden hatten, ohne sich anzustrengen.
Zwischen ihnen flatterten bunte Textilien wie Girlanden im Wind, gespannt über die schmalen Stege, die sich kühn über das Wasser schlängelten.

📸 Foto: Einfache Holzhäuser auf Stelzen, bunte Wäsche im Wind und ein schmaler Holzsteg über glitzerndem Wasser – ein Dorf, das mit der Natur tanzt, statt gegen sie zu kämpfen

Ich beobachtete, wie eine Frau ihre Wäsche im Meer ausspülte – nicht mit der Hektik einer Waschmaschine mit zwölf Programmen, sondern im Rhythmus der anrollenden Wellen.
Jedes Auswringen war eine Meditation, jedes Aufhängen ein Farbtupfer gegen das üppige Grün des Dschungels.
Die Sonne trocknete alles in Rekordzeit, während der salzige Wind für natürliche Weichspülung sorgte.

In dieser Szenerie lag etwas, das man bei uns selten findet: eine selbstverständliche Verbindung von Arbeit und Achtsamkeit.
Keine Eile, kein Perfektionsdrang – nur der Moment und das Vertrauen darauf, dass die Natur schon mitarbeitet.

💭
Gedanke zum Mitnehmen
Ein einfaches Leben ist nicht arm –
es ist reich an Zeit, Rhythmus und Ruhe.

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