Die PPP-Panik: Wie ich in Thailand lernte, dass Perfektionismus nicht immer hilft.

Veröffentlicht in: Interkulturelle Missverständnisse, Thailand | 0

In meiner ersten beobachteten Unterrichtsstunde in Phuket wollte ich alles perfekt machen: Ich hatte minutiös eine PPP-Lektion (Presentation–Practice–Production) vorbereitet – mit Bildern, Arbeitsblättern und sogar einer kleinen Überraschungsaktivität.

Doch als ich vor der Klasse stand, passierte … nichts.
Die Schüler*innen lächelten höflich, aber niemand meldete sich.

Mein Mentor grinste später:

„In Thailand bedeutet Schweigen nicht Unwissenheit, sondern Respekt.
Du musst sie locker abholen – frag sie nicht direkt, sondern gib ihnen Raum.“

Die Lektion?
Die beste Methodik nützt nichts, wenn man die kulturelle Dynamik ignoriert.
Manchmal ist ein Lächeln wichtiger als der perfekte Plan.

📸 Foto: Thailändische Schülerinnen an einer Privatschule in Phuket – aufmerksam, ruhig und respektvoll beim Arbeiten

💭
Gedanke zum Mitnehmen
Unterrichten heißt nicht, jede Minute zu kontrollieren –
sondern den Moment zu spüren, in dem Lernen ganz von selbst geschieht.
Und genau dann wird es zu etwas, das man nur schenken kann.

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