Etwa zwei Kilometer von unserer Datscha entfernt, mitten im Wald, steht eine alte Baracke.
Von außen wirkt sie verlassen, fast verfallen – das Dach schief, die Farbe abgeblättert, das Schild halb verwittert.
Und doch ist sie lebendig: der Konsum im Wald.

Wer hier einkauft, tut das nicht, weil er muss – sondern weil er kann.
Im Inneren riecht es nach Holz, nach Erde, nach Alltag.
Die Regale sind schmal, die Auswahl begrenzt: ein paar Konserven, Kekse, Wasser, Mehl – und, zum Glück, Bier.
Ich liebe diesen kleinen Weg dorthin.
Eine halbe Stunde zu Fuß, über Wurzeln, vorbei an Birken und dem Rauschen der Blätter.
Es ist kein Umweg, sondern fast schon ein Ritual:
Loslaufen, ankommen, eintreten – und sich freuen, dass es diesen Ort überhaupt gibt.
Manchmal kaufe ich nur ein einziges Bier, laufe zurück und setze mich an den See.
Und in diesem Moment, mit Blick aufs Wasser, wird mir klar:
Es braucht nicht viel, um zufrieden zu sein – manchmal nur einen Wald, einen Schuppen und den Geschmack von Einfachheit.
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Gedanke zum Mitnehmen
Manche Wege führen nicht zu großen Zielen,
sondern zu kleinen Momenten, in denen das Leben still lächelt.






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