Essen ist in Russland weit mehr als eine Mahlzeit – es ist Gemeinschaft.
Ein Tisch voller Speisen bedeutet: Willkommen, du gehörst dazu.

Wenn wir mit Familie oder Freunden in Russland essen, geht es nie nur ums Sattwerden.
Es geht um Nähe, um Fürsorge – und um das stille Versprechen: Ich kümmere mich um dich.
Selbst am Telefon lautet die erste Frage meiner Schwiegereltern:
„Was habt ihr gegessen?“
FĂĽr sie ist das kein Smalltalk, sondern Ausdruck von Liebe.
Denn wer fragt, ob du gegessen hast, fragt eigentlich: Geht es dir gut?
Kaum öffnet sich bei einem Besuch die Haustür, steht das Essen schon auf dem Tisch – Suppe, Salat, Pelmeni, Pirozhki, Kompott.
Stunden, manchmal Tage steckt darin: Zeit, Hingabe, Zuneigung.
Essen ist hier kein Nebenschauplatz, sondern der Mittelpunkt des Lebens.
In Russland gilt: Wer isst, genießt – und wer ablehnt, verletzt.
Ein leeres Glas wird nachgefĂĽllt, ein voller Teller gilt als Kompliment.
„Na, iss doch noch ein bisschen!“ ist kein Drängen, sondern eine Einladung, das Leben gemeinsam zu feiern.
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Gedanke zum Mitnehmen
In Russland bedeutet Essen mehr als Nahrungsaufnahme –
es ist eine Sprache der Liebe, die man mit jedem Bissen versteht.






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