Ein Schritt nach vorn, zwei zurück

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In Guatemala, in der Nähe des Lago de Atitlán, wagte ich eines der härtesten Abenteuer meines Lebens: den Aufstieg auf einen über 3.000 Meter hohen Vulkan. Anfangs war ich voller Energie, doch je höher wir stiegen, desto mehr schien jeder Schritt schwerer zu werden. Der Boden war rutschig, und oft kam ich einen Schritt voran, nur um zwei wieder zurückzurutschen.

 Schon bald war ich die Langsamste der Gruppe. Die anderen wirkten mühelos fit, lachten, redeten, während ich immer öfter stehen bleiben musste, um nach Luft zu schnappen. Ich war neidisch – und ehrlich gesagt auch frustriert über mich selbst. Ich war nie besonders sportlich, trug ein paar Kilo zu viel mit mir herum und fragte mich, warum ich mir das überhaupt angetan hatte.

Zum Glück war da unser Führer, der mir immer wieder die Hand reichte und mich wortlos ein Stück hochzog. Ohne ihn – und ohne meine beste Freundin, die mich mit aufmunternden Blicken begleitete – hätte ich es wohl nicht geschafft.

Als wir endlich den Gipfel erreichten, war die Luft dünn, der Boden grau und staubig – für einen Moment dachte ich: So muss es auf dem Mond aussehen.
Ich hatte es geschafft, nicht weil ich besonders stark war, sondern weil ich trotz allem weitergegangen war.
Und wenn ich ehrlich bin: Ich hatte ja auch wirklich keine andere Option.

💭
Gedanke zum Mitnehmen
Erfolg fühlt sich selten leicht an.
Jeder Rückschritt ist Teil des Weges –
wie Mondstaub unter den Füßen, der dich dennoch trägt.
Erst wenn du durchhältst, erkennst du,
dass Stärke nicht im Alleingang entsteht,
sondern im Weitergehen – Schritt für Schritt.

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