Schon die Ankunft in Orlando fühlte sich an wie der Beginn eines Traumurlaubs:
endlose Palmen, die sich vor einem tiefblauen Himmel wiegten,
warme Luft, die nach Sommer roch,
und dieses Gefühl, als würde die Zeit hier einfach langsamer fließen.
Kein Wunder, dass ich mich von Minute eins an wie in einem Dauerurlaub fühlte.

Doch mein neues Zuhause in Longwood, nördlich von Orlando, zeigte mir schnell, dass Florida noch weit mehr zu bieten hatte als Postkartenmotive.
Die Nachbarschaft war gesäumt von Orangenbäumen, deren pralle Früchte wie kleine Sonnen an den Ästen hingen – fast so, als wollten sie sagen:
„Pflück mich!“
Die Villen drumherum glänzten mit makellos getrimmten Rasenflächen und Vorgärten, die vor Palmen nur so strotzten.
Und dann waren da die Golfplätze – das i-Tüpfelchen dieser surreal perfekten Welt.
Jeden Morgen sah ich Golfer in frischen Polohemden ihre Runden drehen, als wäre Zeit nur ein optionales Konzept.
Währenddessen fragte ich mich, ob ich wirklich hier arbeitete – oder ob ich mich heimlich in einem All-Inclusive-Urlaub wiedergefunden hatte.
Doch der Luxus hatte einen Haken –
und er wartete in Form eines Hauses,
das größer war als mein gesamtes Heimatdorf…
💭
Gedanke zum Mitnehmen
Wenn wir in eine andere Kultur eintauchen, merken wir oft erst, wie sehr Atmosphäre unseren Alltag formt.
Florida zeigte mir, dass ein Ort gleichzeitig paradiesisch wirken und dennoch echte Herausforderungen bereithalten kann.
Dauerurlaub ist eben auch nur dann Urlaub, wenn man nicht den Swimmingpool fegen muss.






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