đ Von der Dolmetschkabine in die WG-KĂŒche
Nach intensiven Wochen im BrĂŒsseler Uni-Alltag â mit Simultan-Dolmetschen in EU-NĂ€he und Kursen zu Belgiens Sprachgrenzen â beschlossen wir Erasmus-Studierende, etwas von unserer eigenen Kultur zu teilen.
Wir backten deutsche PlÀtzchen in unserer WG und luden unsere beiden Lieblings-Professorinnen zu einem Abendbesuch ein.
đ« Wenn Distanz zu NĂ€he wird
Als sie tatsĂ€chlich an unserer TĂŒr standen â nicht im Hörsaal, sondern zwischen Kochtöpfen und Lernunterlagen â passierte etwas Unerwartetes:
Die formelle Distanz schmolz dahin.
Ăber selbstgebackenen Keksen sprachen wir ĂŒber Heimweh, belgisches Bier und darĂŒber, wie sie als Walloninnen Deutsch gelernt hatten.
Ihre Tipps zum âechtenâ BrĂŒssel waren ehrlicher als jedes Lehrbuch, und das gemeinsame Lachen ĂŒber unsere missglĂŒckten Zimtsterne machte den Abend unvergesslich.
đ Die kulturelle Ernte
Dieser Abend lehrte mich mehr ĂŒber belgische Umgangsformen als viele Vorlesungen. Dass Professorinnen ihre Privatzeit opferten, zeigte tiefen Respekt und echtes Interesse. Ihr LĂ€cheln ĂŒber unser chaotisches Studenten-Domizil verriet Neugier statt Bewertung. Und das gemeinsame Entziffern deutscher PlĂ€tzchennamen wie Zimtstern und Spekulatius schuf Verbindung durch Humor und Sprache. So wurde aus einem WG-Abend eine Lektion ĂŒber Offenheit, NĂ€he und das, was interkulturelle Begegnungen wirklich wertvoll macht.



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