In meiner neuen Heimat Wisconsin servierte ich dem 3-jährigen Michael eine Tasse Milch – erwärmt in der Mikrowelle, wie üblich. Doch statt eines dankbaren Lächelns erntete ich einen entsetzten Blick seiner Mutter: „Hast du die Milch vorher probiert? Er könnte sich verbrennen!“ Ich starrte auf die lauwarme Milch und dann auf Michael, der sie problemlos trank. In Deutschland hieß es: „Nicht heulen, nur warm!“ – hier schien Milch ein Sicherheitsrisiko zu sein. Mein erster Kulturschock: Amerikanische Eltern und ihre Angst vor der perfekten Temperatur
Doch das war erst der Anfang. Bald sollte ich lernen, dass in diesem Haus sogar Bäume als Gefahrenzone galten.
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