Jeder meiner Tage begann mit zwei typisch amerikanischen Erfahrungen:
einem dampfenden Berg Porridge und einem Kaffee, der so intensiv nach Vanille roch, dass er eigentlich als Dessert durchgegangen wäre.
Während ich noch darüber nachdachte, ob mein Frühstück aromatisch übermotiviert war, wartete schon die eigentliche Herausforderung:
das Riesenhaus.
Putzen in diesen Dimensionen war kein normaler Haushalt – es war ein Halbmarathon mit Putzgerät.
Während deutsche Wohnungen in einer Stunde durchgewischt sind, brauchte ich hier allein für das Wohnzimmer länger als andere für eine komplette 3-Zimmer-Wohnung.
Es war wie ein Crashkurs in amerikanischer Raum-Übertreibung:
Größer, breiter, luftiger – und alles will sauber sein.

Und dann war da noch der Pool.
Floridas Natur schien ihn als eine Art Gemeinschaftsprojekt zu betrachten.
Jeden Morgen wartete ein frisches Ensemble auf mich:
Palmenblätter, die wie kleine Kunstwerke im Wasser trieben,
Insekten, die unübersehbar nächtliche Poolpartys gefeiert hatten,
und diese eine mysteriöse Beere, die ich bis heute keiner Pflanze zuordnen kann.
Doch all diese tropischen Herausforderungen wurden bald von etwas noch viel Größerem in den Schatten gestellt –
dem amerikanischen Weihnachtsfest…
💭
Gedanke zum Mitnehmen
Manchmal entlarven vermeintlich „banale“ Routinen wie Putzen oder Frühstücksrituale die größten kulturellen Unterschiede.
Sie zeigen uns, wie unterschiedlich Lebensrhythmen sein können –
und wie flexibel wir werden, wenn wir in einer neuen Welt unseren eigenen Platz finden.
Oft steckt das eigentliche Abenteuer in den alltäglichen Details.






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