Während meines Work-and-Travel-Jahres in Australien entdeckte ich das Phänomen Temping – kurzfristige Büro- und Assistenzjobs, die meist über Zeitarbeitsfirmen vermittelt werden.
Meine Freundin Manja, die bereits ein halbes Jahr in Sydney gearbeitet hatte, empfahl mir, mich bei Julia Ross, einer bekannten Agentur direkt am Martin Place, zu registrieren – einem der belebtesten Plätze im Herzen der Stadt.
Nach einem lockeren Kennenlerngespräch folgte ein Computertest, bei dem ich meine Schreibfertigkeiten unter Beweis stellen musste.
Obwohl ich noch nicht im Zehnfingersystem tippte, kam ich mit meiner „Vier-Finger-Technik“ erstaunlich weit.
Das Ergebnis überzeugte offenbar – schon kurz darauf erhielt ich meinen ersten Einsatz. Ein aufregender Moment, der mir das Gefühl gab, wirklich angekommen zu sein.

Jeden Morgen wartete in der Agentur ein kostenloses Frühstücksbuffet: frische Muffins, Toast mit dem berüchtigten Vegemite und reichlich Kaffee.
Die Aussicht auf wechselnde Jobs und die Möglichkeit, in ganz unterschiedliche Arbeitswelten hineinzuschnuppern, machten jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer.
Von Flyern zu Excel-Daten – Mein abwechslungsreicher Einstieg ins Temping
Mein erster Einsatz war zugleich der kürzeste Job meines Lebens: Flyer verteilen, vier Stunden lang – aber es fühlte sich großartig an, mein erstes australisches Geld in den Händen zu halten.
Am nächsten Tag stand ich wieder bei Julia Ross – bereit für alles, was kam.

Nicht jeder Tag brachte einen neuen Auftrag, aber selbst an den „leeren Tagen“ wartete in der Agentur ein köstliches Frühstück, das die Wartezeit versüßte.
Und jedes Mal blieb die Spannung: Wohin geht’s als Nächstes?
Später folgten Einsätze, die meine Flexibilität auf die Probe stellten – zwei Wochen Datenpflege mit Excel bei Energy Australia, anschließend zwei Wochen Sekretariats- und Lagertätigkeit in einer Modeboutique.
Jeder Job war anders, jede Erfahrung neu, und genau das machte den Reiz des Temping-Lebens aus: Routine gab es nicht – nur Neugier und Bewegung.
💭
Gedanke zum Mitnehmen
Manchmal führen uns die kleinsten Jobs zu den größten Erfahrungen.
Wer offen bleibt, entdeckt, dass jedes neue Büro, jeder neue Tag und sogar ein einfaches Frühstück der Beginn eines Abenteuers sein kann.






Schreibe einen Kommentar